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Donnerstag, 8. September 2016

Wo kann ich das drucken lassen?

Nahezu jedes Mal wenn ich ein neues Produkt veröffentliche bekomme ich die 
Frage: " Wo kann man das machen/drucken lassen?"

Im Folgenden findest du eine Liste von Druckereien bei denen ich drucken lassen.


Acrylanhänger, Sticker und co.

http://www.zapcreatives.co.uk/

Bücher, Poster, Tassen etc.

www.Booksfactory.de
www.Druck.at  (Österreich)
http://www.wir-machen-druck.de/
https://www.online-druck.biz/
https://www.flyeralarm.com/at


Abschließend möchte ich noch etwas zu dieser Thematik sagen und ich
hoffe, niemand versteht das falsch, aber diese Frage kann sehr  unhöflich sein.
Das hängt sehr von der Formulierung ab. Keines falls solltest du einfach schreiben
"Wo kann man das drucken lassen?".
Das ist eine Wichtige Information, die nicht jeder Zeichner preisgeben möchte und dementsprechend sollte man diese auch formulieren.
Mit einer plumpen Formulierungen implizierst du, das...

1.Produkt des Künstlers nicht kaufen möchtest
 Ein Künstler möchte, dass du sein Werk toll findest und Interesse an diesem hast. In dem du plump fragst, wo er das machen lassen hat, implizierst du, dass du nicht für sein Werk interessierst und ihm eigentlich nur Konkurrenz machen möchtest, in dem du so etwas selbst drucken lässt.

2. Du es ihm nachmachen möchtest
Wieso sollte man seiner Konkurrenz verraten wo man etwas machen lassen hat?
Mal ganz ehrlich, keine Firma der Welt würde ihrer Konkurrenz einfach mal so verraten, wo sie etwas billig produzieren lassen hat

3. Du den Wert dieser Information nicht wertschätzt
Viele Künstler investieren Zeit und Mühe zu recherchieren, wo sie bestimmte Produkte drucken lassen können. Wieso sollten sie dir einfach mal so ihre Adressen verraten?


Natürlich verraten Künstler gelegentlich mal ihre Adressen, denn anders als bei kommerziellen Produkten, steht ja die Kunst im Vordergrund. Man kauft den Artikel, weil  einem das Motiv gefällt.
Dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass wir Künstler einfach mal so aus dem Nähkästchen plaudern.
Dies ist eine sehr nette Geste und sollte vor allem wertgeschätzt werden.
Das ich hier meine Druckereien preisgebe liegt  vor allem daran, dass diese mehr oder weniger bekannt sind und ich Anfängern gerne helfen möchte.


Die Chance, dass der Künstler seine Quelle verrät ist übrigens höher, 
wenn du ihn/sie direkt kontaktierst und höflich nachfragst (also mit "Bitte" und "Danke").
und vielleicht hast du ja selbst eine gute Adresse und kannst etwas zum Austausch anbieten.





Montag, 30. Mai 2016

Tutorial: Kritik an Bildern Teil 2- Wie man mit Kritik umgeht-

Genauso schwer, wie Kritik schreiben, kann Kritik bekommen sein.

Da hat man viele Stunden Zeit und Mühe in ein Werk investiert, ist stolz darauf und will es der Welt zeigen und erntet dafür eine Kritik, wie z.B. "ändere die Nase", "sieht aus wie Charakter XY", "ist die magersüchtig", "du ahmst nur den Stil XY nach".
Das mancher Zeichner darauf nicht mit Begeisterung reagier ist nicht verwunderlich.

In diesem Bog-Einrag möchte ich mich mit dem Umgang mit Kritik befassen. Dabei spiegelt der Eintrag natürlich nur meine subjektiven Erfahrungen und auch ich habe nicht immer zu 100% angemessen reagiert. Der richtige Umgang mit Kritik ist eine Kunst für sich und sehr situationsabhängig, allerdings geht es mir hier nicht darum jemanden zu sagen, wie er sich zu verhalten hat, sondern neue Blickwinkel zu eröffnen.

Viele Zeichner haben lange geübt um einen gewissen Stil zu entwickeln und sind stolz auf ihre arbeiten.  Kritik kann deswegen sehr beleidigend sein und mancher Zeichner nimmt diese sehr persönlich.

Allerdings sollte man als Zeichner bedenken, dass wen man seine Werke im Internet postet, sie zur Kritik freigibt und es viele verschiedene Geschmäcker und Meinungen gibt.
Oftmals will der Kritiker gar nicht verletzen, sondern helfen und es passiert all zu oft, dass es zum Missverständnis zwischen Kritiker und Zeichner kommt.

Manche Zeichner wurden mit so viel unsachgemäßer Kritik überhäuft, dass sie gar keine Kritik mehr hören wollen. Allerdings kann diese Einstellung als arrogant aufgefasst werden, denn egal wie gut man ist, ein anderer kann durchaus gute Ideen haben, wie man sein Bild aufwerten kann und kein Zeichner ist unfehlbar.
Es macht also durchaus Sinn für Kritik offen zu sein. Bitte bedenkt:

1.Du musst nicht jede Kritik annehmen

Manchmal eröffnet uns Kritik einen neuen Blickwinkel auf ein Bild. Kritik generell abzuweisen finde ich falsch, denn man muss nicht jede Kritik annehmen!

2. Kritik kann ungeschickt formuliert sein

Viele Menschen schreiben spontan und machen sich keine Gedanken darüber, wie ihre Kritik auf den Zeichner wirken kann.Viele Kritiker meinen es gut, aber manchmal kommt es falsch rüber. Es kann hilfreich sein nachzufragen, was der Kritiker meint und wie er es meint. Dabei ist ein respektvoller Ton wichtig. Nur weil jemand etwas ruppig formuliert hat, solltest du es ihm nicht mit barer Münze heimzahlen. So schürt man nur Konflikte

3. Niemand liest die Bildbeschreibung

Ja, kaum jemand liest eine Bildbeschreibung richtig. Es kann mehr als nervig sein, wenn man z.B. in die Beschreibung eines Bildes schreibt "das Bein ist zu lang, wird noch ausgebessert" und dann zig Kommentare mit diesem Hinweis bekommt. Bitte behalte in diesem Fall einen kühlen Kopf. Jeder (auch du) überliest mal gerne die Bildbeschreibung. Es ist ärgerlich, aber es wird immer passieren.

4. Du sollst dir nicht jede Kritik zu Herzen nehmen

Man kann es niemals allen Recht machen! Egal, wie viel du an deinem Bild änderst, es wird immer jemanden geben, dem es nicht gefällt und der etwas zu meckern hat. Überlege welche Kritik du umsetzen möchtest und welche nicht

5. Du stehst in der Öffentlichkeit

Als Künstler stehst du in der Öffentlichkeit. Egal, ob du deinen Namen änderst, man wird deine Bilder und deinen Stil wieder erkennen. Deswegen gehe respektvoll und achtsam mit Kritikern und deinen Fans um! Das gilt auch gegenüber Rüpeln - andernfalls könntest du dir auf Dauer einen schlechten Ruf einhandeln.

6. Nicht jeder ist ein Fan
Nicht jeder, der dein Bild sieht, ist ein Fan. Das heisst, es sehen auch eventuell Menschen deine Werke, die deinen Stil gar nicht mögen und deine bisherigen Arbeiten nicht kennen. Sie ein ganz andere Meinung von deinen Werken haben, als deine Fans und das ist okay, schliesslich sind sie keine Fans. Ihre Meinung kann man sich aber trotzdem anhören. Vielleicht erfährt man hilfreiches.

7. Man muss nicht zeichnen können, um ein Bild zu kritisieren.

Ich habe schon öfters gelesen, dass Zeichner sich die Kritik von anderen, die nicht, oder schlechter zeichnen als sie selbst, nicht mal anhören müssen. Selbstverständlich hat ein Profi bestimmt mehr Ahnung von Komposition, Farblehre usw. und sieht eher Fehler, das heisst aber nicht, dass er automatisch in der Lage ist hilfreiche und konstruktive Kritik zu geben. Auch hier hängt es oftmals von der Person ab und man sollte jedem Gehör schenken - ob man die Kritik annimmt, ist natürlich eine andere Sache.


Diese Punkte betreffen natürlich größtenteils konstruktive und hilfreiche Kritik.
Allerdings bekommen wir Künstler auch oftmals negative Kritik, auf die nur schwer freundlich zu reagieren ist.
Meiner Meinung nach gibt es vier Arten von Kritikern, die es nicht schaffen konstruktiv und höflich zu kritisieren

1. Trolle
Diese Form des Kritikers will beleidigend sein. Er zielt darauf zu verletzen und den Künstler zu provozieren. Der Sinn seiner Kritik ist oft fraglich, da er sich nicht dazu äußerst, was und wie der Künstler etwas verbessern kann. Seine Kritik ist meisten haltlos und sollte am besten ignoriert werden. Von ihm stammen Kommentare, wie : Sieht aus wie Charakter XY, wurde geklaut, du kannst nicht zeichnen usw.

2. Der Professor

Kritiker, die glauben alles besser zu wissen. Eigentlich wollen sie nur helfen, sind aber oft belehrend und schießen mit ihrer Kritik weit über das Ziel hinaus. Sie bestehen oft auf ihre Meinung und verlangen, dass der Zeichner ihre Kritik annimmt. Kennzeichend für solche Leute ist, dass sie oft im imperativ schreiben, unqualifiziert Fachsimpeln und wenig Ahnung haben. Sie vergleichen dich auch gerne mit ihren japanischen Lieblingsmangakas und nehmen diese als Maßstab.

3. Der Elephant

Eigentlich jemand, der weiterhelfen möchte, aber es nicht schafft seine Kritik in angemessene Worte zu packen. Von ihm stammen solche Kommentare, wie :"die Nase ist krumm", "stimm nicht",  "sieht falsch aus", oder ungefragt  (und kommentarlos) Tutorials posten. 
Der Elephant schafft es entweder nicht sich richtig zu artikulieren (d.h. auszurücken was nicht stimmt), schreibt im ruppigen Ton oder ist einfach nur beleidigend direkt. Er möchte eigentlich helfen, schafft es aber nicht resepektvoll und konstruktiv zu sein.

4. Der Stilkritiker

Egal, ob man nun einen Stil hat, der dem Stil eines bekannten Zeichners ähnelt oder einen ganz eigenen Stil hat, es gibt immer Menschen, die am Stil des Zeichners meckern. Stil ist etwas, dass der Zeichner immer gleich zeichnet und oft ist diesen Kritikern nicht bewusst, dass der Zeichner diesen nicht ändern wird. Der Stilkritiker schreibt einen gerne vor, wie man seinen Stil zu ändern hat.

Mit Kategorie 1 ist wohl am schwersten umzugehen. Diese Menschen wollen ein verletzen und Aufmerksamkeit bekommen. Sie wollen dich fertig machen und werden alles mögliche versuchen, um dich davon zu überzeugen, dass du unfähig bist. - Am besten ignorieren -
Ein Diskussion/Reaktion endet meist im Shitstorm und mit Aufmerksamkeit gibst du ihnen genau das, was sie wollen.

Auch Kategorie 2 ist schwer zu händeln. Diese Person meint es eigentlich gut, kann sich aber schwer ausdrücken und will unbedingt, dass du seine Kritik annimmst. Oftmals kann ein Funken Wahrheit in der Kritik stecken, der "Professor" ist aber so beharrlich und übereifrig mit seiner Kritik, dass man gerne dazu neigt ihn nicht ernst zu nehmen und sich in Diskussionen verstricken zu lassen.
Wie man damit umgeht, hängt sehr von der Situation ab. Möchte man es friedlich lösen? Möchte man diskutieren? etc.
Mein Tipp ist, dass man am besten die Kritik auf sich wirken lässt und überlegt, ob etwas Wahres an der Kritik dran ist. Man muss nicht jede Kritik annehmen bzw. kann jemand auch zum Teil Recht geben. Kritiker des Professortyps sind oft auf der Suche nach Bestätigung. Viele meinen es eigentlich gut und eine friedliche Lösung kann sein, sich für die Kritik zu bedanken und-wenn man der Meinung ist, dass er Unrecht hat- sie einfach nicht umzusetzen. Man kann auch versuchen zu erklären, warum man die Kritik nicht annimmt, allerdings kann das bei solchen Personen auch zu Shitstorm führen, dann am besten rechtzeitig aus der Diskussion aussteigen.

Kategorie 3 findet man oft im nahen Umfeld, auch unter Zeichnern. Ich erkläre mir diese Form der Kritik oft dadurch, dass die Leute sich Zeit zum betrachten des Bildes nehmen, aber nicht zum kritisieren. Da wird schnell gedankenlos ein Satz gepostet und schnell weiter gescrollt. Meistens meinen es diese Menschen gar nicht böse, wenn man ihre Kommentare hinterfragt kann man manchmal hilfreiche Tipps bekommen. Allerdings stellt sich natürlich oftmals die Frage, warum man sich die Zeit nehmen sollte, sich mit einer Kritik zu beschäftigen, für die sich der Autor selbst keine zeit genommen hat. Entweder man ignoriert solche Sätze oder man fragt (höflich) nach.

Mit Kategorie 4 haben fast alle Zeichner zu kämpfen - entweder wird man als Copycat seines Vorbildes abgestempelt oder man hat einen "sehr eigenen" Stil, der nicht dem allgemeinen Schönheitsideal entspricht.  Schönheit liegt im Auge des Betrachters und wichtig ist, dass du selbst mit deinem Stil zufrieden bist. Allerdings solltest du klar Unterscheiden was Stil ist und was falsch ist! Wenn du immer "3 Meter" lange beine malst und sich dieses Maß durch alle deine Bilder zieht, ist es Stil, auch wenn es nicht der Realität entspricht. Variierst du aber ständig die Proportionen, dann hat es wenig mit Stil zu tun. Manche Zeichner rechtfertigen jeden Fehler mit "Stil" . Das mancher Kritiker davon ausgeht, dass etwas falsch ist und nicht Stil , kann verständlich sein, vor allem wenn zum ersten Mal eines deiner Bilder sieht.

Auch hier solltest du einen respektvollen Ton behalten und dir im Klarem sein, dass du dich für einen Stil entschieden hast und es nun mal nicht jeden gefallen kann.  Schliesslich musst du nicht jeder Kritik annehmen und wichtig ist, dass die dein Stil gefällt. Jeder Mensch  hat das Recht seine Meinung zu äußern, genau wie du das Recht hast in dem Stil zu malen, der dir gefällt.


Jetzt habe ich eine ganze Menge theoretisches über Kritik geschrieben, aber wenig praktische Beispiele genannt. Das hätte aber den eh schon großen Umfang dieses Eintrags gesprengt. Zum Abschluss möchte ich noch zeigen, wie ich mit der Kritik an einem von mir


Zu diesem Bild habe ich viel Kritik bekommen

1. Die Proportionen, vor allem das Gesicht und Kopf stimmt nicht
2. Bänder Haare und Tuch sind unrealisitisch lang
3. das Schwert darf nicht krumm sein
4. Sieht auch wie Inuyasha

1. In diesem Punkt gebe ich meinen Kritikern recht. ich habe viel zeit und Mühe in das Bild investiert, um vor allem perspektive zu üben. Leider habe ich dennoch viele Fehler gemacht und muss das weiterüben.
Diese Kritik habe ich angenommen

2.Bänder und Haare waren ein echtes Diskussionsthema. Natürlich sind dies unrealistisch lang, dass ich diese aber bewusst überzeichnet habe, damit das Bild dynamisch wirkt, wollten einige nicht akzeptieren. Besonders ärgerlich war diese Kritik, weil ich in der Bildbeschreibung darauf hingewiesen habe.
Diese Kritik habe ich nicht angenommen. Ich habe den Kritikern höflich erklärt, warum ich es so gezeichnet habe und es dann dabei belassen.

3. Schwert
Ähnlich wie bei Band und Tuch, hatte ich, damit das Bild dynamisch wirkt,  das Schwert sehr überzeichnet. Auch hier gab es wieder Kritiker, die das als völlig falsch empfanden. Hier habe ich es sogar mit einem  Kritiker des Typs "Professor"zu tun bekommen, der mir lang und breit erklärt hat, warum es nicht sein kann. Natürlich hatte er teilweise recht. Was ich daraus mitgenommen habe ist, dass es zwar richtig war, das Schwert zu überzeichnen, ich es aber perspektivisch etwas besser hätte lösen können.

4. Ein klassischer Troll. Dieses Kommentar war weder konstruktiv, noch hilfreich. Ich habe es ignoriert.


Ich hoffe, ich konnte euch einige Inputs geben. Vielleicht seid ihr auch völlig anderer Meinung und ich würde mich sehr über Kommentare freuen.

Youtube Tutorials

Hier die Links zu meinen Youtubevideos.
Bis September sollen es noch ein paar mehr werden.

Raster von MS4 ind MS5 Importieren


Unterschied zwischen MS4, MS5, Clip Studio und EX und DEBUT




Manga Seiten richtig planen




Donnerstag, 19. Mai 2016

Tipps und Tricks für Künstlerstände

Als Künstler ist man immer auf der Suche nach einer günstigen und attraktiven Deko, sowie Produkten.
Im folgenden Eintrag gebe ich euch einige Tipps, wo man passende Deko bekommt und wo und was man besonders günstig drucken lassen kann, sowie hilfreiche Tipps.


Tischdecken

Für eine tolle Präsentation benötigt man Tischdecken. Wer keine zu Hause hat wird am schnellsten
bei Amazon fündig. Folgende kann ich empfehlen:
KLICK
Etwas schwieriger wird es, wenn man einen feuerfesten Stoff benötigt. Solche verlangt z.B. die Dokomi. Das ist übrigens keine Schikane der Convention, sondern hängt von den gesetzlichen Regelungen der Location ab.
Bei Stoffkontor gibt es eine toll Auswahl an günstigen Feuerfesten Stoffen.
Beachtet bei der Auswahl, dass die Decke eine Länge von mind. 120cm haben sollte. Die meisten Convention Tische sind zwischen 60-100 cm lang und bis zu 70 cm tief.
Ich empfehle dunkle Stoffe, würde aber von Schwarz abraten, da das Farbe schluckt.

Aufsteller

Beim Drogeriemarkt Müller bekommt man schon für 75 Cent in der Schreibwarenabteilung Buchstützen. Diesen eignen sich hervorragend als Aufsteller. Dazu muss man lediglich einen Knopf /Plastikstück/ etc. mit Superkleber befestigen, damit die Bücher/Zeichnung etc. nicht wegrutschen und schwupp-die-wupp habt ihr einen Aufsteller





Etwas edlere Buchstützen bekommt ihr auf Amazon
http://www.amazon.de/Maul-Buchstützen-10-Acryl-Stück/dp/B004KQ4O98/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1463680674&sr=8-1&keywords=buchstützen


Postkarten

Postkarten sind ein teures Produkt. Um einen halbwegs vernünftigen Preis zu bekommen, muss man in Minimum 100 Stück von einem Motiv bestellen. Bei vielen Motiven sammelt sich dann eine Fülle von Karten an.
Es gibts die Möglichkeit bei Easy Print / Print 24 pro E-Mailadresse bis zu 250 Postkarten einmal gratis zu bestellen.
Eine super Alternative sind Fotosausdrucle. Ein Fotoausdruck kostet zwischen 5-13 cent und ihr könnt so viele Motive drucken lassen, wie ihr möchtet. Die Meisten kaufen Postkarten nur zum Aufhängen oder als Lesezeichen und es stört sie nicht, wenn die Rückseite nicht beschreibbar ist.
Die Anbieter sind zahlreich: Lidl, Müller, Rossmann, Mediamarkt etc. etc. und
Vergleichen lohnt sich, es gibt öfters Aktionen.

Poster

Für Poster gilt das gleiche, wie bei Postkarten. Diversität kostet. Bei Wir-mache-druck kann man bis zu 100 Poster in diversen Papierstärken mit unterschiedlichen Motiven drucken lassen.
Z.B. Kosten 100 Poster (mit 100 unterschiedlichen Seiten) , A4, 130gr nur ca 14€
https://www.wir-machen-druck.de/Plakate,category,9176.html

Leider ist die Papierauswahl nicht ganz so groß, wie bei Flyern, wo nur 1 Motiv möglich ist.
Wer etwas ausgefallenes, wie Perlmutt möchte, muss leider tiefer in die Tasche greifen und kann nur 1 Motiv pro Auflage bestellen.

Visitenkarten

Wer einfach nur eine Standardvisitenkarte ohne Schnickschnack möchte, kann sie bei Wir-machen-Druck gratis bestellen. Der Haken an der Sache ist, dass auf der Rückseite das Logo von WMD ist.
Übrigens kann man unendlich(?) oft gratis Visitenkarten dort bestellen. Ich habe dieses Angebot im letzen Jahr ziemlich ausgenutzt.

Gutscheine

Die meisten Druckereien haben Gutscheine! Googelt bevor ihr bestellt. Die Gutscheine gelten zwar oft nur für Neukunden, aber ihr habt sicher mehrere E-Mailadressen und Familie ;)

Wechselgeld

Viele Zeichner haben nur wneig Wechselgeld dabei. Münzen zum Wechseln bekommt man bei der Bank. In Größeren Filialen gibt es Münzautomaten, die Rollen ausgeben. Dieser Service ist gratis, sofern man Kunde der Bank ist.

Geldkasse

Viele Künstler haben Geldkassen. Ich empfinde diese als höchstunpraktisch, da diese oft viel platz wegnehmen und nicht so einfach mitzunehmen sind, wenn man mal vom Stand wegmuss. Wer unbedingt eine kleine Kasse möchte bekommt diese im Schreibwarenhandel.
Ich empfehle eher einen Kellnergeldbeutel. Diesen kann man nicht nur einfach am Gürtel festmachen, er ist auch einfacher zu transportieren und man hat einen bessern Überblick übers Geld.
Einen Kellnergeldbeutel bekommt man zwischen 7-13€ bei Amazon, Rossmann, Tedi und co.


Kein Bargeld mehr?

Haben eure Kunden kein BarGeld mehr? kein Problem, die meisten Leute haben mittlerweile Smartphones mit Internet und Paypal. Mit Paypal bekommt ihr das Geld sofort und euer Kunde muss nicht zur Bank flitzen und kommt vielleicht nicht mehr ;)
Mit Geld an "Freunde und Familie" senden, entgeht ihr übrigens Paypalgebühren.


Ich hoffe, ich konnte euch ein paar nützliche Tipps geben und würde mich über euer Feedback freuen. Ihr dürft mir auch jeder Zeit Fragen stellen, ich helfe gerne!!!

Freitag, 22. Januar 2016

Tutorial: Kritik an Bildern - Teil 1- Wie man eine höfliche Kritik schreiben kann

Heute möchte ich mal über etwas schreiben, was ich als großes Problem in der Zeichnerszene sehe. Kritik schreiben und zeichnen.
Ich selbst habe es schon oft erlebt. Man postet sein neuestes Bild, in das man viel Zeit und Mühe gesteckt hat und bekommt dann eine unhöfliche Kritik, die man vielleicht sogar als beleidigend empfindet.
Dabei meine es viele Leute sogar gut und wollen helfen, schaffen es aber nicht ihre Kritik in einem freundlichen Ton zu vermitteln. Die davon ist, dass immer mehr Künstler keine Kritik wünschen.

Hier folgen meine Tipps, wie man eine höfliche Kritik schreiben kann:

1. Erst das Lob, dann die Kritik
Wenn du den Künstler nicht verärgern willst, beginne mit etwas Positiven, dann Negativ und am Ende positiv bzw. eine positive Zusammenfassung . (Sandwichtechnik: Das zu erst und zu letzt genannte bestimmt den Ton.)
Bedenke:
Man will den Künstler anleiten etwas besser zu machen und Demotivation führt eher zur Sturheit als zur Einsicht.Du brauchst nicht schleimen, aber ein Künstler nimmt deine Kritik viel eher an, wenn er das Gefühl hat , dass etwas Positives drinsteckt und du sein Werk magst bzw. ihn helfen willst, weil du seine Kunst magst.

2. Kritisiere so, wie du selbst kritisiert werden möchtest.
Es regt dich auf, wenn Leute ständig an deinem Stil oder bestimmten Dingen rumnörgeln, die dir selbst gut gefallen? Dann unterlass es solche Dinge bei anderen Künstler zu kritisieren.
3. Unterlass es den Stil anderer Künstler abzuwerten.
Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Nur weil dir der Stil eines Künstlers nicht gefällt, heisst es nicht, dass er schlecht ist. Bitte achte darauf was "Stil" und was "falsch" gezeichnet ist.
4. Es ist gefährlich Tutorials zu posten
Ein ungefragter Link zu einem Tutorial kann als Beleidigung aufgefasst werden. Bitte weise den Künstler erst auf den, nach deiner Meinung gemachten Fehler hin und SCHLAGE IHM vor, ihm Links zu posten. Ein Link zu einem Tutorial, besonders ohne jegliches weiteres Kommentar, ist UNHÖFLICH.
5. Schreibe im Konditional!
Der Künstler könnte , muss aber nichts verändern. Imperativ ist unhöflich und wird oft negativ verstanden.
6. LIES DIE BILDBESCHREIBUNG!!!
Viel Kritik und viele Fragen erübrigen sich, wenn man die Bildbeschreibung liest und die Intention des Künstlers versteht.
7. Der Künstler kann, muss deine Kritik NICHT annehmen.
Ob er sie annimmt, hängt oft davon ab, wie sie geschrieben ist und ob sie Sinn macht.
Beispiele
Negativ Beispiel:
"Link zu einem Tutorial für Hände posten"
"Die Hand ist falsch"
"Setz mal Schatten."
Positives Beispiel:
Mir gefällt das Bild farblich sehr gut. Vielleicht könntest (KONDITIONAL) du noch etwas mehr Licht und Schatten reinbringen, damit die Tiefenwirkung stärker wird. Die Pose ist dir sehr gelungen, nur die Hand ist meiner Meinung nach(der Künstler muss nichts ändern, es ist lediglich eine subjektive Meinung) nicht ganz richtig. Wenn du möchtest, kann ich dir eine Seite mit guten Referenzen schicken.
Insgesamt finde ich das Bild sehr gelungen und freue mich darauf mehr von dir zu sehen.

Es gibt viele verschiedene Ansichten und Meinungen und dieses "Tutorial" spiegelt lediglich meine subjektive Meinung und Eindruck wieder. Natürlich könnt ihr eine Kritik auch völlig anders schreiben. Ich möchte mit diesem Tutorial nicht belehren, sondern euch helfen zu verstehen, warum mancher Künstler Kritik in den falschen Hals bekommen kann.

Teil 2 wird sich mit "Mit Kritik umgehen" beschäftigen.

Dienstag, 7. Juli 2015

TUTORIAL: Künstlerstand


Vorab möchte ich sagen, dass dieser Eintrag meine rein persönlichen Erfahrung widerspiegelt. Dies ist keine Anleitung im Sinne von "so hast du das zu machen", sondern ein Sammlung von Fragen, die mir im letzten Jahr oft gestellt wurden.
Es geht um das das Thema Künstlerstände. Immer mehr Mangazeichner und Bastler sind an Ständen auf Conventions interessiert. Sollte man planen einen Stand auf einer Convention zu buchen, gibt es besonders in der Anfangsphase einiges zu beachten.
Ich hoffe euch mit diesem Eintrag weiterhelfen zu können.
Bitte beachtet: Ich bin primär nur auf österreichischen Conventions und auf den großen deutschen. Eventuell können die Preise und co. auf kleinen deutschen Veranstaltungen anders sein!

1. Wie bekomme ich einen Künstlerstand?

Wollt ihr einen Stand auf einer Con, solltet ihr auf jeden Fall die Homepage des Veranstalters im Blick haben. Ist nichts über Künstlerstände ausgeschrieben, lohnt es sich eine E-Mail zuschreiben.
Der Anmeldezeitraum variiert von Con zu Con, beginnt aber meistens 9-3 Monate im Voraus.
Die meisten Cons bieten einen Tisch ( meistens 1m) an. Auch der Preis variiert von Con zu Con.
Meiner Erfahrung nach, kosten die meisten Künstlerstände 25-50€ pro Tisch.
Die Standgebühr ist oftmals mit der Anmeldung zu bezahlen.
Im Animexx-Event-Kalender sind übrigens viele Conventions aufgelistet.
In Anmeldeformular stehen meistens die Öffnungs- sowie Auf- und Abbauzeiten, Kontaktperson und Telefonnummer. Bitte haltet diese ein. Es ist nicht nur unhöflich gegenüber dem Veranstalter, sondern auch gegenüber euren Kollegen wenn ihr früher oder später abbaut (bringt Unruhe rein). Plant eine Aufbauzeit von mind. 40 min ein.
Solltet ihr euch verspäten oder früher abbauen müssen, sprecht das mit den Veranstalter ab.

2. Kann ich mir einen Stand teilen?

Das hängt von der Con ab. Bei vielen Conventions kann man sich einen Tisch teilen. Beachtet aber, dass bei der Standgebühr meist nur 1 Ticket dabei ist und der zweite Künstler sich dann ein zusätzliches Ticket kaufen muss.

3. Sortiment

Jeder Künstler muss für sich selbst entscheiden, was er anbietet.
Die meisten Künstler starten mit Poster, Postkarten und Lesezeichen. Diese  verkaufen sich jedoch meist nur mäßig (es sei denn man ist ein sehr bekannter Zeichner und hat eine große Fanbase).
Allerdings eignen sich diese hervorragend als Tombolagewinne oder Inhalt für Wundertüten.
Auf deutschen Conventions sind Con-Hon Einträge und  Kakao-Karten auch sehr beliebt.

4.Wie viel soll ich drucken lassen?

Am Anfang machen viele Künstler den Fehler viel zu viel drucken zu lassen.
Mein Tipp ist, richtet euch nach eurer Fanbase. Wenn ihr viele Vorbesteller für ein Motiv habt, dann könnt ihr natürlich auch mehr drucken lassen. Solltet ihr eine kleine Fanbase haben, startet mit einer kleineren Auflage.
Bei Postern und co. empfehle ich für den Start eine Menge von 50-100 Stück.
Dann befindet sich die Druckkosten für das Stück im Rahmen von 20-30cent.
Beachtet aber: Ihr werdet wahrscheinlich niemals alle Poster los.
Deswegen bietet es sich an, diese in eine Tombola oder Wundertüten zu packen.

5. Wo kann ich drucken lassen?

Es gibt diverse Druckereien. Die günstigste ist aber in vielen Fällen Wir-machen-Druck.
 http://www.wir-machen-druck.de/
Allerdings hat der günstige Preis einen kleinen Haken:
Es ist eine Null-Service-Druckerei! Eure Druckdaten müssen passen und Sonderanfragen lassen sich dort nur schwer umsetzen.
 Ansonsten empfehle ich für den ersten Druck von Postkarten noch easyprint.
Dort ist die erste Bestellung gratis!
http://easyprint.com/de/
Gute Druckereien sind noch:
Online-Druck.biz und http://www.unidruck7-24.de

6. Wie viel soll ich für meine Produkte verlangen?

Jeder Künstler muss für sich selbst entscheiden was er verlangt. Allerdings solltet ihr niemals weniger  als das Dreifache der Produktionskosten verlangen!
Bedenkt wenn ihr nur das Dreifache der Produktionskosten bezahlt, müsst ihr allein 1/3 der Auflage verkaufen um diese wieder reinzubekommen. Zudem müsst ihr noch Standgebühren bezahlen, habt Verschleiss und sonstige Kosten!
Bei Postern, Postkarten und co. solltet ihr sogar noch mehr verlangen:
Poster kosten je nach Auflage und Druckerei 20-50cent. Allerdings muss man bei den meisten Druckereien 50-100 Stück bestellen um einen günstigen Stückpreis zu bekommen . Gerade am Anfang ist es unwahrscheinlich, dass ihr diese Menge an Postern auf eurer ersten Con verkaufen werdet. Verlangt ihr z.B. nur 1€ für ein Poster (bei einem Stückpreis von 20cent und einer Auflage von 50 Stück), müsst ihr 10 Poster verkaufen , damit ihr die Druckkosten wieder eingenommen habt. Allerdings müsst ihr ja noch eine Standgebühr (z.B. 35€ ) und Fahrtkosten (z.B. 15€).-
Das heißt ihr müsstet mehr (60 Stück) als die gesamte Auflage (50 Stück)verkaufen, damit ihr kein MINUS macht.

Verlangt ihr zum Beispiel 3€ für ein A4 Poster  müsst ihr nur 20 Stück verkaufen um die 60€ (Stand-, Fahrt- und Druckkosten) wieder reinzubekommen.

Bei Postern, Postkarten und Lesezeichen empfiehlt es sich also sich an den gängigen Preisen anderer Zeichner zu orientieren. Habt kein schlechtes Gewissen, wenn diese Produkte gut kalkuliert sind. Ihr braucht sie um eure Kosten wieder einzuspielen!
Andere Produkte wie Schrumpffolienanhänger, Doujinshis und co. lassen sich nur mit einer wesentlich schlechteren Kalkulation verkaufen und wie das Rechenbeispiel oben zeigt, braucht ihr auch Produkte mit einer bessern Kalkulation.

7. Tombola

Viele Zeichner machen eine Tombola. Dies ist eine einfache Möglichkeit schnell zu kleineren Einnahmen zu kommen. Vorab möchte ich sagen, dass Tombolas und Lose, selbst wenn es keine Nieten gibt, in Deutschland verboten sind (in Österreich sind sie bis zu einem Wert von ca. 4000€ erlaubt, wenn man den Erlös spendet https://www.wien.gv.at/amtshelfer/wirtschaft/veranstaltungen/meldepflicht/durchfuehrung/gluecksspiel.html ), sofern man keine Genehmigung dafür hat. Die meisten Zeichner machen aber trotzdem eine.
Solltet ihr euch entscheiden ebenfalls Lose anzubieten, müsst ihr darauf achten gute Preise zu haben.
Denn je besser die Preise sind, desto öfter ziehen die Con-Besucher. Habt ihr also viele Nieten drin, wird wahrscheinlich nur 1 Los gekauft werden. Ist aber ein Gewinn, wie z.B. ein Poster, dass ihr regulär für 3 € verkauft, drin, freut sich der Teilnehmer und wird vielleicht weitere Lose kaufen.
Ein Los sollte dabei nicht mehr als 1€ - 1,50€ kosten(bei guten Preisen ohne Nieten gehen 1,50 problemlos).

8. Standzubehör

Auch viele erfahrene Zeichner vergessen immer wieder das wichtigste Standzubehör:

Wechselgeld 
 Ich selbst habe ca. 50€ immer dabei. Davon 20€ in Münzen und 30€ in 5€ Scheinen.
Schere
Tesa
Schnur

Gut um Poster aufzuhängen
Tischdecke

Nicht zwingen ein "Muss", euer Stand sieht aber mit einer Tischdecke viel schöner aus.
Edding
Gut zum Schilder schreiben ;)

9. Finanzamt und Co.

Egal ob ihr Plus oder Minus macht, rein rechtlich gesehen müsst ihr eure Tätigkeit dem Finanzamt melden.
Für Doujinshis, Poster und co. braucht ihr bei kleinen Mengen keinen Gewerbeschein. Solltet ihr Schmuck, Buttons usw. ins Sortiment aufnehmen, ist dieser erforderlich.
Ich möchte jetzt nicht ins Detail auf die rechtliche Lage eingehen, da es so viel zu beachten gibt und es sehr von der Lebenssituation abhängt, wie man vorgehen muss ( wie viel man umsetzt, ob man einen Job hat ec.). Am besten lässt man sich bei den zuständigen Behörden beraten.
Viele Künstler zeigen weder ihre Tätigkeit an, noch haben sie einen Gewerbeschein (falls sie einen benötigen). Bitte seid euch bewusst, dass das strafbar ist! Oft verdienen die Künstler gar nicht genug, um Steuern dafür bezahlen zu müssen. Habt also keine Angst euch zu erkundigen.
Solltet ihr davon leben, gibt es sogar eine Künstlerkrankenkasse und ihr könnt Teile eurer Wohnung/Atelier  als Kosten( weil es ja eure Werkstatt ist)  ansetzen und somit absetzen.

10. Fanart-Verkauf

In Deutschland sind Fanarts heiß umstritten. Jeder Künstler muss für sich selbst entscheiden ob er Fanarts anbietet. Sollte eine Con Fanarts erlauben, heisst das nicht, dass diese legal sind!
Die Con ist nicht der Rechteinhaber! Es heisst nur, dass die Con euch den Fanartverkauf nicht verbietet.
Solltet ihr Fanarts ohne Einwilligung des Rechteinhabers (dies muss nicht der Urheber sein, sondern kann auch ein Unternehmen, wie z.B. ein Verlag sein) anbieten, könnt ihr euch strafbar machen.
Ich schreibe bewusst "könnt", denn gerade ein schwieriges Thema wie Urheberrecht ist Auslegungssache!  Fanarts sind eine Grauzone.  Je nachdem was ihr zeichnet ist es nicht 100% illegal.
Ich selbst habe zum Beispiel eine Hobbit/Sherlock-Parodie gezeichnet. Parodien sind an sich eigentlich legal. Natürlich könnte man mich immer noch verklagen, die Frage ist halt dann nur ob der Kläger  Recht bekommen würden.
In der Regel verklagen Unternehmen selten Zeichner. Das liegt daran, dass der Streitwert oftmals zu gering ist (klagen ist teuer) und das Fanarts nicht gegen die Interesse der meisten Firmen verstoßen.
In Japan werden sogar Fanartbücher und Doujinshi teilweise verlegt (dort ist die Rechtslage aber auch ein wenig anders). Wenn man bedenkt, dass allein eine kleine Zeitungsannonce über 1000€ kosten kann, sind Fanarts billige Werbung. Zudem ist bei einer Klage gegen ein Fanart, anders als bei einer Raubkopie, nicht sicher ob das Unternehmen Recht bekommt, da der Künstler ja auch eine Eigenleistung vollbracht hat usw.

Es gibt aber auch Möglichkeiten Fanarts legal anzubieten. Einige Unternehmen stellen Künstlern sogar Genehmigungen aus Fanarts zu ihren Serien zu verkaufen. Anfragen lohnt sich also.
Bei Fanarts zu Werken von Künstlern, solltet ihr auf jeden Fall nachfragen und die Entscheidung des Künstlers respektieren. Die meisten Künstler haben aber nichts dagegen, sofern sie gefragt werden.

Fazit: Fanarts sind rechtlich nicht unproblematisch. Solltet ihr welche anbieten, dann seid euch bewusst, dass ihr evt. gegen das Urheberrecht verstoßt und Ärger bekommen könnt! Jeder hat eine andere Meinung zu Fanarts, aber letztendlich muss es der Künstler verantworten, wenn er gegen ein Gesetz verstößt.

11. Große Conventions

Für viele Zeichner sind die wichtigsten Conventions im Jahr die LBM, die Connichi, die Yukon und die Dokomi.
Solche Conventions sind keinesfalls für Anfänger geeignet.

1. Die Kosten 
Eine Groß-Convention muss gut vorbereitet sein. Man braucht ein gutes Sortiment und die Produktionskosten sind nicht gerade wenig. Hinzu kommen einen höher Standgebühr als bei anderen Conventions, Übernachtung und Anfahrt.

2. Die Konkurrenz
Auf solchen Conventions habt ihr es mit einer gewaltigen Konkurrenz zu tun. Dort sind echte Profis und in der Masse von 60-200 Zeichnern geht man als Anfänger schnell unter. Selbst für erfahrene und sehr gute Zeichner läuft es auf diesen Conventions nicht immer gut. Wenn man nicht Rang undNamen oder ein wirklich gutes Sortiment und treue Fans hat, dann wird man nicht viel Erfolg auf einer solchen Con haben.

Mein Tipp: Eure erste Convention sollte eine Con mit überschaubaren Kosten sein. Auf kleineren Cons hat man auch eher die Gelegenheit Leute kennen zu lernen und sich mit Kollegen auszutauschen. Zudem könnt ihr austesten, was für euch das beste Sortiment ist und was ankommt.

12. Der Verkauf

Nicht jeder Mensch und vor allem jeder Zeichner taugt zum Verkäufer. Ich habe es oft genug erlebt, dass Zeichner sich nicht trauen Interessenten anzusprechen. Positiv auf den Verkauf wirkt sich auf jeden Fall Folgendes aus:
1. Lächelt
Einem freundlichen Gesicht kauft man eher etwas ab
2. Sprecht mit euren Kunden
Wenn sich jemand etwas an eurem Stand ansieht, dann sprecht ihn an! Viele Leute sind ebenfalls sehr schüchtern und trauen sich nicht z.B. Doujinshis durchzublättern oder zu fragen was ein Con-Hon-Eintrag ist.
3. Schreibt Schilder
4. Finger weg vom DS und co!
Ich erlebe es immer wieder, dass Zeichner lieber zocken als produktiv zu sein. Dadurch wirken sie geistig abwesend und man glaubt, dass an ihrem Stand sowieso nichts Interessantes ist.  Wenn es mal langweilig ist, seid lieber produktiv und bastelt oder zeichnet etwas. Auch vom übermäßigen spielen mit dem Handy sollte man die Finger lassen. Wenn sich jemand eurem Stand nähert, packt die Elektronik weg.

Es ist nicht schlimm, wenn ihr kein hervorragender Verkäufer seid. Sollte euch der Verkauf nicht so liegen, gibt es die Möglichkeit sich einen Standhelfer zu suchen, der darin gut ist oder mit anderen Zeichnern zusammenzuarbeiten.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen. Solltet ihr noch Fragen zum Thema Künstlerstand und Conventions haben, könnt ihr mich gerne kontaktieren oder eure Frage hier als Kommentar posten.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Materialkunde 1

Immer wieder werde ich gefragt welche Materialien ich verwende.
Hier kommt der erste Teil meiner Materialien, die ich für das  malen mit Copics verwende.

Papier


Die Frage nachdem richtigen Copicpapier beschäftigt viele.
Generell kann ich vom normalen Copicpapier, sowie Kopierpapier nur abraten.
Ich benutze folgende Papiere


Hahnemühle Layout & Illustration Papier


Wie alle Layoutpapier  nur von EINER Seite aus bemalbar.
Die Farben werden darauf sehr satt und es verträgt viele Farbschichten.


Schoellershammer Layoutpapier

Auch nur einseitig bemalbar. Gut für viele Farbschichten. 
Die Farben sind nicht ganz so satt wie auf dem Hahnemühle,
dafür verwischen sie nicht so leicht.

Perfect Colouring Papier

Ein sehr schweres Papier. es ist beidseitig bemalbar und gut für Scrapbooking und Kakaokarten geeignet. Die Farben bleichen aus wenn man mit verschiedenen Farben oder dem Blender über eine.Schicht drüber geht. Allgemein wirken die Farben etwas blasser und es ist für Anfänger nicht so leicht zu händeln.





Deleter Papier

Ein gutes mixed Media Papier. Allerdings sind weiche Übergänge schwerer zu erzeugen, als mit den 
üblichen Layoutpapieren.Zudem saugt es stärker Farbe und diese schlagen nach
einigen Schichten durch.




Bristol Papier

Verhält sich nahezu ident zum PcP

 

 Daler Rowney Manga Paper

Auch hierbei handelt es sich um ein sehr gutes Layoutpapier (nur eine Seite bemalbar),
dass sehr satte Farbergebnisse liefert und viele Schichten verträgt.

  





Leuchttisch


Ein Leuchttisch ist wohl das hilfreichste Utensil für jedne mangazeichner überhaupt.
Gerade wenn man mit Copicsarbeitet, ist es wichtige, dass die
Outlines sauber sind und keine Bleistiftrest auf dem Papier sind (sonst gibts schlieren).

Ich habe/empfehle folgende Leuchttische

Boesner http://www.boesner.com/shop/diverses/diverses/sonstiges/leuchtplatte
Vorteil bei diesem ist, dass er schräg ist und ein A4 Blatt lauch hockannt drauf passt.
Ich zeichne meist auch auf diesem.




 Copic Leuchttisch

 


  

Schlank und leicht zu transportieren. 
Auch diesen kann man leicht schräg stellen, allerdings nur im Querformat.








Dienstag, 28. Januar 2014

Sky Tutorials



Walking on Fire

Das hier ist ein Tutorial, dass ich für den deutschen Copic-Blog gemacht habe.

Viele haben sich ein Tutorial zu den Flammen gewünscht 
und diesem Wunsch möchte ich nun nachkommen.
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Die Flammen habe ich zu Beginn ganz grob mit
einem grauen Multiliner vorgezeichnet.
Ich habe mit YR61 und Y00 dann begonnen leicht die Outlines nachzuziehen
und die hellen Stellen zu markieren.
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Hauttöne eignen sich übrigens hervorragend für Verläufe  mit Rot- und Gelbtönen!
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Nachdem ich meine Lichtpunkte markiert habe,
beginne ich nun damit, meine "dunklen" Stelle zu markieren.
Das ist sehr hilfreich um schöne Verläufe zu erzeugen.
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Nachdem ich nun ungefähr wusste, 
welche Formen meine Flammen haben,
hab ich sie mit Hilfe eines schwarzen
Multiliner modelliert.
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Wichtig ist zu wissen,
dass ROT eine Farbe ist, die sich
gut "verschmieren" lässt.
Diese Eigenschaft habe ich mir zu Nutze gemacht.
Es reicht wenn man nur kleine Stellen
damit ausmalt und dann die Farbe mit
einem helleren Farbton (in diesem Fall YR und Y-Töne) verwischt,
so bekommt man weiche und schöne Übergänge.
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So, nun zum Hintegrund.
Gleiches Spiel wie zu Beginn:
Ich habe wieder zuerst Licht- und Schattenpunkte markiert.
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In den oberen Ecken habe ich übrigens  primär BV29 verwendet,
da dieses sich einerseits gut für die Übergange eignet und nicht so hart wie Schwarz ist.
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Mit Hilfe von BV29, R39 und dem Blender habe ich einen
weichen Übergang erzeugt.
das hat bei diesen Farbtönen besonders gut geklappt,
da speziell diese Farben gerne "schmieren"!
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Copics kann man auch sehr gut mischen,
Gelb und Rot geben Orange,
insofern ließ sich auch hier ein schöner Übergang zu den Flammen mit Hilfe
von Y- und YR-Tönen erzeugen.
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Zum Abschluss habe ich mit einem weißen Gelstift noch
Highlights und Funken gesetzt.
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Verwendete Copics:
Feuer:
R46, R39, R37, R29, R27, R22, R08, R02
Y11, Y06,  Y00
YR23, YR07
Hintergrund:
100, BV29, BV25, BV23, R59, R39, R37, Y17, C5 + Blender

Tutorial Himmel, Regen und Schnee

Das hier ist ein Beitrag vom 24.08.2013,  den ich für den deutschen Copicblog erstellt habe.
 


Heute gibt es von mir ein Tutorial und zwar zum Thema Himmel.
Ich habe hierfür bewusst sehr einfache Outlines gewählt, 
damit man möglichst viel Himmel sieht.
Die Outlines habe ich mit einem grau- und einem sepiafarbigen Multiliner gezogen.
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Da der Himmel blau wird, habe ich zuerst die Person mit B00 ein wenig
grundiert und habe dann wie üblich meine Lieblingshautfarben-Kombination
E53-E51-E50 verwendet.




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Wie ihr seht schimmert das Blau auch nach der Hautcoloration durch.



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Nun geht es an den Himmel.
(Die die Haare habe ich bewusst ausgespart, wieso erfahrt ihr später.)

Ich beginne immer mit den dunkelsten Stellen und "markiere" mir diese sozusagen.

Danach markiere ich die hellsten Stelle. 
So hat man "Anfang" und "Ziel" und kann sich orientieren.
Da dunkle Copicfarbe leichter verwischen als hellere, ist es
gerade beim Malen von Himmeln von Vorteil von Dunkel nach Hell zu arbeiten.

Als nächstes habe ich die Person mit B00 umrandet.
Dabei war ich sehr großzügig und habe ich in die Kleidung und Haare reingemalt.
So habe ich verhindert,  dass "weiße" Stellen übrig bleiben und da seine Haare und Kleidung dunkler und im selben Farbton sind, sieht man das später sowieso nicht.

Nun geht es dann Zwischentöne.

Stück für Stück habe ich mich vorgearbeitet.
Ich habe für den Himmel eine Kombination aus
BV- und B-Tönen verwendet.

Nach und nach habe ich weitere dunkle Wolken hinzugefügt.
Indem ich anschliessend immer mit einem sehr hellen Farbton über diese drüber gemalt habe,
habe ich diese verwischt und weiche Übergänge erzeugt.





Sobald ich mit dem Himmel fertig war, habe  ich die Haare und den Rest der Kleidung coloriert.
Wieso zum Schluss?
Wie gesagt, dunkle Farben verwischen gerne und um keine Schlieren in den Himmel zu ziehen,
ist es von Vorteil mit den Hintergrund zu beginnen (es sein denn man lässt weisse Ränder).

Ich habe mit Copic Opaque White noch einige
Schneeflocken hinzugefügt.
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Alle guten Dinge sind zwei.
Ich zeige euch nun eine Variante des Bildes, nämlich wie man einen Regen-Himmel zeichnet!
Diesmal habe ich die Haare und Kleidung zuerst gezeichnet!
Da ich nun ein Regenmotiv male, können die Farben ruhig ein wenig verwischen.
Im Prinzip bin ich genau gleich vorgegangen, der einzige Unterschied ist, 
dass ich die Farben nun "gestrichelt", in Fallrichtung des Regens, aufgetragen habe.








Zum Schluss habe ich weiße Tusche
verwendet, um noch Regentropf zu zeichnen.
Normalerweise verwende ich einen weißen Gelliner.
Dieser ist etwas gröber, kann dafür aber nicht "tropfen",
wie es mir bei diesem Bild passiert ist.

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Verwendete Copics: 

 Himmel, Haare & Kleidung: 

B99, B97, B95, B91, B52, B41, B39, B37, B32, B26, B24, 12, B00, B000
BV31, BV25, BV23, BV20

Handschuhe:
E37, E29

Haut:
 E53, E51, E50, E40, R12

Shirt:
G94, YG67


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Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen.
Falls ihr kein eigenes geeignetes Motiv habt, könnt ihr hier die Outlines downloaden.
Wenn ihr noch Fragen oder Probleme habt, könnte ihr mich auch gerne anschreiben.
Vielleicht ist auch das Video, dass ich über ein anderes Regen-Motiv erstellt habe, hilfreich.